Zu Gast im KIT

Concrete Delusion – Resources and Landmarks

18.02.2019 – 27.02.2019

 
Das Kunstprojekt „Concrete Delusion“ widmet sich dem historischen und zukünftigen Umgang mit dem Material Beton in dessen vielfältigen Formen und Erscheinungen des Verfalls im öffentlichen Raum. Dabei stehen die Hinterlassenschaften ehemaliger militärischer und architektonischer Projekte in Düsseldorf aus den Bau-Epochen der 1920er bis 1940er Jahre im Fokus.

Charakteristisch für diese Region ist die durch natürliches und gesetztes Pflanzenwachstum entstandene „Unsichtbarkeit“ ausgedienter Bunker-, Industrie- und Bahnanlagen. Durch künstlerische Interventionen macht das Projekt „Concrete Delusion“ diese Orte den Bewohnern und Besuchern der Region wieder sichtbar.

Analog zu den „Ruinen“ der antiken Hochkulturen erscheinen die verfallene Architektur und Fragmente aus Beton in der Region – meist ihrem ursprünglichen Kontext entzogen – den dort lebenden Menschen als wertlose Störfaktoren. Die „Ruinen“ der Region werden durch das Projekt in künstlerischer und kulturhistorischer Betrachtung neu definiert. Die Erforschung der Region basiert auf fotografischen Recherchen im Sinne einer „Kulturarchäologie“.

Mit den künstlerischen Mitteln von Fotografie, Klanginstallation, Video- und Lichtkunst erforscht der Berliner Künstler Manuel Schroeder seit einigen Jahren das Material Beton an den Orten seiner Ursprünge und dessen Verfall im öffentlichen Raum in Osteuropa und Deutschland.  In „Concrete Delusion – Resources and Leftovers“ stellt er die audiovisuellen Betrachtungen der Produktionsprozesse den architektonischen Hinterlassenschaften gegenüber und wandelt das KIT in einen Ort vielschichtiger medialer Wahrnehmung.

Ziele des Workshops sind: Das Erschaffen einer neuen Wertigkeit der Region und ihrer Hinterlassenschaften durch Recherchen und öffentliche Präsentationen der fotografischen Erkundungen, sowie Erstellung eines regionalen „Leftover-Archivs“.

Das Projekt „Concrete Delusion“ versteht sich als kulturschaffende Initiative und Impulsgeber für eine nachhaltige Kreativwirtschaft in der Region und als künstlerisches Modell für weitere Regionen in NRW.

Gefördert durch

Programm

18.02.2019, Montag, 18 Uhr
Eröffnung der Ausstellung – Begrüßung: Gertud Peters (KIT)
Einführung:
Dr. Angela Wilms-Adrians (Kunsthistorikerin, Korschenbroich)
Vortrag:
„Concrete Delusion – Landmarks and Leftovers“
Alena Pratasevich (Kuratorin Minsk,Weißrussland)

19.02.2019, Dienstag, 17 Uhr
Diskussion: „Resourcen und Kulturarchäologie“ – Die Zementindustrie in der Region Münsterland
Dr. Martin Gesing (Museumsverein Beckum, Leiter Stadtmuseum Beckum) und Dirk Pagels (Informationszentrum Beton GmbH, Beckum)

20.02.2019, Mittwoch, 11–18 Uhr
Schüler-Workshop „Was macht Beton im Grünen?“
Teil 1: Geschichte und Recherchen im Stadtarchiv Düsseldorf

21.02.2019, Donnerstag, 11–18 Uhr
Schüler-Workshop „Was macht Beton im Grünen?“
Teil 2: Praktische Feldforschungen im Stadtgebiet Düsseldorf
18 Uhr
KUNST Apéro, Manuel Schroeder (Fotograf/Bildender Künstler, Berlin)

22.02.2019, Freitag, 11–18 Uhr
Schüler-Workshop „Was macht Beton im Grünen?“
Teil 3: Praktische Feldforschungen im Stadtgebiet Düsseldorf

23.02.2019, Samstag, 13–15 Uhr
meet+talk: „Wandel des öffentlichen Raumes – Ein Perspektivwechsel“ 
Ulrich Cloos (Leiter Stadtmarketing Krefeld)

24.02.2019, Sonntag, 13–15 Uhr
meet+talk: „ Beton. Architektur. Fragment.“
Jan Maruhn (Kunsthistoriker, Leiter der Bildhauerwerkstadt BBK Berlin)

25.02.2019, Montag, 11–18 Uhr
Schüler-Workshop „Was macht Beton im Grünen?“
Teil 4: Praktische Feldforschungen im Stadtgebiet Düsseldorf

26.02.2019, Dienstag, 11–18 Uhr
Präsentation und Diskussion mit Manuel Schroeder
Ergebnisse Schüler-Workshop „Was macht Beton im Grünen?“

27.02.2019, Mittwoch, 18 Uhr
Finissage: 
„action directe“ – Factory Tour 2018 (audiovisuelle Performance

Flyer Concrete Delusion